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Engel
2007-05-08 阅读: 出处: 作者:2007 编辑: 

 

In der Schule und im Kindergarten, überall haben sie Engel gebastelt. Und Mutti hat noch einen Holzengel, den sie auf den Adventsbaum stellen will. Aber jeder Engel sieht anders aus. Caro hat einen wunderschönen Engel aus Goldpapier gebastelt. David hat einen geknetet, und Rüdiger hat einen aus schwarzem Karton ausgeschnitten. Er hat nur die Umrisse stehen lassen und buntes Transparentpapier dahinter geklebt. Es sieht wirklich schön aus. "Dein Engel noch nicht einmal Flügel!" lacht Caro und betrachtet kritisch den Engel, den David geknetet hat.
"Engel brauchen keine Flügel!" schreit er. "Die fliegen auch so!"
Da lachen die beiden Großen den Kleinen aus. Nur Mutti lacht nicht. Sie ist sogar ein bisschen ärgerlich.
"Macht euch nur lustig!" sagt sie. ""Ihr habt ja alle schon einmal einen Engel gesehen und wisst genau, wie sie aussehen!"
Caro und Rüdiger hören auf zu lachen. Nein, ein Engel hat keiner gesehen. Da hat Mutti recht.
"Wenn sie so lieb aussehen würden wie deiner", meint Mutti, "dann hätten sich die Hirten damals bestimmt nicht so sehr gefürchtet!"
"Vor deinem aber auch nicht!" meint Rüdiger und betrachtet Muttis Holzengel näher.
"Aber Flügel hat er ja auch. Und auf allen Bildern, die ich kenne, haben Engel Flügel!"
"Was meinst du?" fragt Mutti. "Fotos oder Bilder?"
"Bilder natürlich!" lacht Rüdiger. "Engel kann man doch nicht fotografieren!"
"Aber die Maler wussten genau, dass sie Flügel haben?"
"Ach Mutti!" sagt Caro. "Die Maler haben sie sich vorgestellt. Und weil sie vom Himmel zu den Menschen kamen, brauchen sie eben Flügel!"
"Sie konnten die Engel nicht so einfach kommen und verschwinden lassen wie im Raumschiff Enterprise!" Rüdiger spürt selbst, dass das ein schlechter Witz war.
Doch Mutti antwortet ganz ernst darauf: "ES ist nicht dümmer als das mit den Flügeln!"
sagt sie. "Nur daran dachten die Maler damals noch nicht. Jedenfalls hat keiner von ihnen wirklich einen Engel gesehen.!"
"Aber es gibt doch Engel?" fragt David jetzt und blickt Mutti ängstlich an.
"Wenn Gott eine Botschaft für die Menschen hat, dann schick er Engel zu ihnen", sagt Mutti. "Engel sind die Boten Gottes!"
"Und dann fragst du mich nach Fotos von Engeln?" Rüdiger schüttelt den Kopf.
"Man weiß nie, ob man vielleicht nicht doch noch einen Engel begegnet ist!" antwortet seine Mutter leise.
"Gott kann auch Engel zu uns schicken, die so wie alle anderen Menschen aussehen! Vielleicht begreifen wir erst viel später, dass es wirklich seine Boten waren, die Gott zu uns auf die Welt geschickt hat!"
"Hast du Fotos von ihnen?" fragt David und sieht seine Mutter ernst an. Da holt sie ein Buch mit Bildern und schlägt ein paar Seiten auf. "Das könnte einer gewesen sein!" sagt sie. "Albert Schweitzer. Er ging zu den Schwarzen nach Afrika. Sein Leben lang hat er alles für sie getan, was er konnte."
Rüdiger schaut auf ein anderes Foto, das Mutti aufgeschlagen hat. "Das ist doch die Mutter Theresa!" sagt er. "Sie hilft den Armen in Indien!"
"Manche nennen sie den Engel der Armen!" erinnert sie Caro. "Aber das sagt man, doch nur so. Genau wie Vater zu dir Engel sagt!"
"Das sagen viele von ihr!" sagt Mutti. "Nicht nur einer!"
Sie seufzt. "Aber solange wir alle nicht wissen, wie Engel nun wirklich aussehen, müssen wir uns mit denen behelfen, die wir hier haben!"
Ganz behutsam nimmt sie den kleinen Knetengel von David in die Hand.
"Gefällt er dir?" fragt David. "Ich habe ihn extra für dich gemacht!"
"Sehr gut!" lacht Mutti. "Deshalb stelle ich ihn auch neben meinen Holzengel! Dann stehen zwei wunderschöne Engel nebeneinander."
"Und meiner?" fragt Caroline.
"Den stellen wir hinten auf die Eckbank. Dann können wir ihn beim Essen immer wieder ansehen und über ihn freuen!"

Rauschgoldengel

Wer sieht in ihm nicht eine Nachbildung des weihnachtlichen Verkündigungsengel? Mit Gold hat er allerdings nur den leuchtenden Schein gemeinsam. Das als Unterlage von Brautkronen, Bauernhauben usw. verwendete, beim Anfassen knitternde Flitter oder Rauschgold ist materiell betrachtet ein dünner Belag aus Messingblech. Die Heimat des Rauschgoldengels ist Nürnberg. Der angesehene Puppenmacher Balthasar Hauser aus der Lebkuchenstadt soll in der Zeit nach dem Dreißigjährigen Kriege erstmalig eine solche Figur gestaltet haben, zur Erinnerung an seine verstorbene Tochter Anna, dessen Gesichtszüge der ersten Rauschgoldengel, das "goldene Annalein" trug.

Epiphanias

"Erscheinung" bedeutet das griechische Wort "Epiphanias"; gemeint ist die Erscheinung des Herrn, die in den ersten christlichen Jahrhunderten am 6. Januar gefeiert wurde, ehe man das diesem Ereignis gewidmete Fest im 4. Jahrhundert auf den 25. Dezember vorverlegte. Erst dann bekam der 6. Januar den Namen Dreikönigstag .

 

Das Fest der Erscheinung, des Offenbarwerdens der Gott- und Königswürde Christi ist das zweite Hoch-Fest zur Weihnachtszeit. Es ist auch das Drei-König-Fest, das Fest der drei Magier oder Weisen aus dem Morgenland, von deren Reise hinter dem Stern her das Evangelium an diesem Tag erzählt. Die drei Magier, Kaspar, Melchior und Balthasar, sind der weiten Reise wegen, die sie vom Morgenland nach Bethlehem unternommen haben, die Schutzpatrone der Reisenden. Wirtshäuser mit den Namen "Zur Krone", "Zum Stern", "Zum Mohren" oder zu den "Drei Königen" sind nach ihnen benannt. Ihre Gebeine sind 1163 vom Orient nach Köln in den ihnen zu Ehren gebauten Dom gebracht worden, und diese Reliquien haben zu Dreikönigsspielen in Kirchen und Klöster angeregt. Daraus hat sich im Laufe des Mittelalters der Brauch der Sternsinger entwickelt. Seit Ende des 16. Jahrhunderts hat sich besonders in den Niederlanden und Belgien, aber auch in Deutschland ein Brauch eingebürgert, der sich bis heute erhalten hat. Verkleidete Männer oder Knaben zogen als Dreikönige oder auch als Gefolgsleute eines vorausgetragenen großen Sterns von Haus zu Haus. Sie trugen weiße Hemden, waren als Könige verkleidet oder hatten ortsabhängig bestimmte Kostüme an.

Die Sternsinger erzählten von der Geburt Christi, der Anbetung in Bethlehem und von Herodes und seinem Ende. Anschließend baten sie um Gaben wie Kuchen, Nüsse oder Geld.

Dieser zuerst sehr ernsthaft geübte Brauch drohte streckenweise ins Komische umzuschlagen. So wurden im 18. Jahrhundert oft Schelmenlieder in Psalmenform vorgetragen. Gegen Ende des 19 Jahrhunderts kam das Sternsingen nahezu in Vergessenheit. Erst in unserem Jahrhundert ist man bemüht, diesen Brauch wieder aufleben zu lassen.

In den Niederlanden ist aus dem ursprünglichen Sternsingen ein Kinderfest geworden. Die Kleinen ziehen dabei mit Lampions durch die Straßen. Noch heute werden diese Buchstaben als Segensund Beschwörungsformel am 6. Januar, dem Dreikönigstag, in katholischen Gegenden besonders in Süddeutschlands, Österreichs und der Schweiz, mit Kreide an den oberen Türrahmen geschrieben. Es sind die Anfangsbuchstaben der Heiligen Drei Könige Caspar (Kaspar), Melchior und Balthasar. Schon aus dem christlichen Altertum sind uns zahlreiche Anwendungsformen dieser Buchstabengruppe als Schutzformel überliefert, so auch zur Abwendung der verschiedensten Krankheiten vom Kinderfieber bis zur Altersgicht.

 

Der 6. Januar führt gleich zu zwei Namen im Kalender, nämlich Epiphanias und Dreikönigstag. In vielen Familien wird der Weihnachtsbaum zum letzten Mal angezündet und anschließend geplündert. Mit dem Dreikönigstag gehen die Zwölf Nächte zu Ende, man schreibt mit Kreide die Buchstaben C+M+B an die Haustür und hofft, damit wieder für ein Jahr alles Übel fernhalten zu können. Caspar, Melchior und Balthasar, die drei Weisen aus dem Morgenland, geben den Hintergrund des Brauch.

Zu den mannigfachen Ausdrucksformen der den Heiligen Drei Königen entgegengebrachten Verehrung gehören auch amulettartig benutzte Papiere mit dem Zeichen C+M+B und den verschiedenen Beschwörungs- und Wunschformeln. Dieser Dreikönigszettel wurden vor allem von den Pilgern, aber auch sonst auf den gefährlichen Reisen im Mittelalter als beruhigendes Reisepapier mitgeführt. Die große Verehrung der Heiligen Dreikönige als Reisepatrone spielte sich noch heute auch im Namen vieler alter Gemäuer an den Zugstraßen des Verkehrs, zum Beispiel "Zum Mohren", "Zum Stern", oder gar "Zu den drei Königen" wider.

 

 

C+M+B oder K+M+B

 

Sternsinger

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